Sechs Tage lang wurde in Mühlbach gefeiert: Die Freiwillige Feuerwehr blickt auf 120 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Neben Bieranstich, Festgottesdienst und Fahrzeugsegnung sorgte vor allem ein Wettbewerb am Samstagnachmittag für beste Stimmung. Beim Fire-Truck-Pulling waren nicht nur Muskelkraft, sondern auch Tempo und vor allem Durst gefragt.
Die Freiwillige Feuerwehr Mühlbach hat ihr 120-jähriges Bestehen gefeiert. Sechs Tage lang stand der Ortsteil Kiefersfelden ganz im Zeichen des Jubiläums. Im Festzelt wurde gemeinsam gefeiert, gelacht und auf die Geschichte der Wehr zurückgeblickt. Den Auftakt machte am Mittwochabend traditionell der Bieranstich. Danach war schnell klar: Die Jubiläumswoche würde ein voller Erfolg werden.
Für einen besonderen Programmpunkt sorgte am Samstagnachmittag das Fire-Truck-Pulling. Die Idee für den Wettbewerb entstand bereits lange bevor die eigentlichen Festplanungen begannen.
Das Konzept dahinter ist einfach: Acht Personen bilden ein Team und müssen ein rund zwölf Tonnen schweres Feuerwehrfahrzeug über eine Strecke von 25 Metern ziehen. Damit der Wettkampf auch den passenden bayerischen Charakter bekommt, gehörte vor dem Start noch eine weitere Aufgabe dazu. Drei Flaschen Bier mussten geleert werden, ehe das Fahrzeug in Bewegung gesetzt werden durfte. Ablauf also: vom Feuerwerauto zum Bier rennen, Bier trinken, zurück rennen, Fahrzeug ziehen. Und das alles möglichst schnell. Gefragt war also nicht nur Kraft in den Waden sondern auch ein ordentlicher Durscht. Anfangen durfte der Gastgeber und der legte in beiden Kategorien gut vor.
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Aber auch die zweite Mannschaft, bestehend aus den Personen hinter der Bar, lieferte ab, unterbot sogar die Zeit der Kollegen.
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Auch die Feuerwehr Niederaudorf konnte eine gute Zeit vorweisen, ihr Geheimnis lag im harten Training.
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Mit ihrer Zeit konnten sich die Niederaudorfer sogar den zweiten Platz sichern, den ersten Platz belegten die „Überhunderter“ Aus Audorf
Siegerehrung laufen lassen
Am meisten Applaus bekamen „die Wuidn hena“, die als reine Frauenmannschaft antraten und die Zeit des ein oder anderen Konkurrenzteams unterboten.
Etwas ruhiger ging es dann am Sonntag zu. Bereits am Morgen trafen sich die Vereine zum gemeinsamen Frühstück im Festzelt. Anschließend führte der Weg geschlossen zum Festgottesdienst.
Im Rahmen des Festsonntags wurde das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Mühlbach feierlich gesegnet. Gleichzeitig erinnerte man an die inzwischen 30-jährige Freundschaft mit der Partnerfeuerwehr aus Südtirol. Deren Ursprung ist übrigens rein zufällig, oder vielleicht auch Schicksal, das weiß wohl niemand so genau. Vor 30 Jahren meldeten sich sowohl die Feuerwehr Mühlbach aus Oberbayern, als auch die Feuerwehr Mühlbach aus Südtirol, am gleichen Tag zu einer Werksbesichtigung in München an. Die Verwaltung übersah, dass es sich bei den zwei Mühlbachs um unterschieldiche Feuerwehren handelte. Der Rest ist Geschichte. Nach dem Gottesdienst setzte sich der Festzug in Richtung Festzelt in Bewegung. An der Spitze fuhr selbstverständlich das neu geweihte Fahrzeug, das anschließend auch beim gemeinsamen Mittagessen noch einmal im Mittelpunkt stand.
Quelle: RFO