Ein Leck in der Mitteleuropäischen Rohölleitung MERO könnte im Landkreis Kelheim schwere Folgen haben. Deshalb trainieren die zuständigen Feuerwehren regelmäßig die Suche nach undichten Stellen und den Aufbau von Ölsperren.
MERO führt durch den Landkreis Kelheim
Die sogenannte MERO ist eine 344 Kilometer lange Rohölleitung. Sie verläuft von Ingolstadt über Waidhaus bis nach Tschechien. Auch durch den Landkreis Kelheim führen mehrere Abschnitte der Pipeline – von Münchsmünster bis Bad Abbach.
Pipelines gehören zur kritischen Infrastruktur und müssen besonders geschützt werden. Der Landkreis Kelheim hat sich deshalb mit einem Katastrophenschutz-Sonderplan auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet.
Feuerwehren trainieren Suche nach Lecks
In regelmäßigen Abständen üben die zuständigen Feuerwehren, wie sie bei einem Leck in der MERO-Pipeline vorgehen müssen. Dabei trainieren die Einsatzkräfte sowohl die Suche nach der undichten Stelle als auch den Aufbau von Ölsperren.
Die notwendige Ausrüstung lagert in kleinen Häuschen entlang der Pipeline. Von dort kann das Material im Ernstfall schnell zu den vorgesehenen Sperrstellen gebracht werden.
Öl könnte bis zur Donau gelangen
Ohne eine rechtzeitig errichtete Sperre könnte ausgetretenes Rohöl über die Ilm bis zur Donau bei Bad Abbach gelangen. Um genau dieses Szenario zu verhindern, finden die regelmäßigen Großübungen statt.
Entlang der gesamten Leitungstrasse hat die MERO insgesamt 98 Ölsperren eingerichtet. Die jeweiligen Standorte sind mit dem nötigen Material für den Einsatz ausgestattet.
Quelle: TVA Ostbayern