Gefahrguteinsatz in Hof: Antimontrichlorid auf Speditionsgelände ausgetreten

Ein beschädigter Kanister auf einem Lastwagen hat am Donnerstagabend (18. Juni) einen größeren Gefahrguteinsatz im Hofer Stadtgebiet ausgelöst. Auf dem Betriebsgelände eines Logistikunternehmens in der Fuhrmannstraße trat eine hochgradig ätzende Chemikalie aus, was einen stundenlangen Einsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Rettungsdienst und Polizei nach sich zog, wie die Polizei jetzt mitteilt.

Ätzende Chemikalie beschädigt Lkw-Ladung

Gegen 23:00 Uhr ging der Alarm bei den Rettungskräften ein. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war ein Kanister mit Antimontrichlorid – einer stark ätzenden Flüssigkeit – vermutlich schon während einer vorherigen Fahrt auf einem Sattelanhänger beschädigt worden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Gefahrstoff bereits auslief. Spezialkräfte der Feuerwehr gingen umgehend gegen die Ausbreitung vor. Es gelang ihnen, die ausgelaufene Substanz mit speziellen Mitteln abzubinden und sicher einzudämmen. Die beschädigte Ladung verblieb zunächst gesichert auf dem Gelände und soll im Laufe des Freitags von einer Entsorgungs-Fachfirma abgeholt werden. Nach aktuellen Informationen der Polizei gab es weder Verletzte noch nennenswerte Sachschäden am Gebäude oder Fahrzeug.

Dekontaminationsstelle eingerichtet und Verkehr umgeleitet

egen des Umgangs mit dem gefährlichen Stoff überließ die Feuerwehr nichts dem Zufall: Die Einsatzkräfte bauten eine Dekontaminationsstelle auf, um eingesetzte Atemschutzträger, Schutzkleidung und genutztes Material direkt vor Ort gründlich reinigen zu können. Zur Unterstützung der lokalen Beamten war auch ein Gefahrgutexperte des Polizeipräsidiums Oberfranken vor Ort, um die Ermittlungen zu begleiten. Der Einsatz dauerte insgesamt rund dreieinhalb Stunden. Während der Maßnahmen mussten im Bereich der Fuhrmannstraße zeitweise Verkehrsregelungen und Absperrungen eingerichtet werden. Die Polizeiinspektion Hof hat die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und der Ursache des Transportschadens aufgenommen.

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Quelle: TV Oberfranken